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Landkreis Hof bringt dritten Bauabschnitt der Klinik Naila auf den Weg

Die Kliniken Hochfranken sollen weiter modernisiert und ausgebaut werden. Der Kreistag des Landkreises Hof hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, für den geplanten dritten Bauabschnitt am Standort Naila Fördermittel aus dem Krankenhausförderprogramm des Freistaats Bayern zu beantragen.

„Unsere Kliniken sind ein Pfund für unsere Region und gerade im ländlichen Raum von herausragender Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung. Wir erleben deutschlandweit herausfordernde Zeiten für die Krankenhäuser. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen bei uns wissen: Sie können sich auf ihre Kliniken verlassen“, erklärt Landrat Dr. Oliver Bär. „Das verdanken wir vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unserer hervorragenden Ärzteschaft und unserem herausragenden Pflegepersonal.“

Mit dem dritten Bauabschnitt soll die bauliche Entwicklung des Standorts Naila fortgeführt werden. Bereits die ersten beiden Bauabschnitte haben den Klinikstandort umfassend modernisiert. Von 2016 bis 2019 entstand im ersten Bauabschnitt ein neues Bettenhaus mit Pflegestationen, Intensivversorgung, Herzkatheterlabor und umfangreichen technischen Anlagen.

Im vergangenen Jahr wurde nach dreijähriger Bauzeit der zweite Bauabschnitt fertiggestellt. Dabei wurden bestehende Gebäudestrukturen umfassend generalsaniert. Entstanden sind unter anderem eine moderne Notaufnahme mit neuer Patientenaufnahme, ein neu eingerichtetes Labor sowie moderne Bereiche für Intensivpflege und Endoskopie.

„Mit den Bauabschnitten eins und zwei haben wir in Naila bereits sehr viel erreicht. Wir haben eine moderne Gebäudestruktur geschaffen und insbesondere mit der neuen Notaufnahme wichtige Voraussetzungen für eine leistungsfähige medizinische Versorgung geschaffen. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt gehen und auch den dritten Bauabschnitt planen und umsetzen“, so Landrat Dr. Bär.

Im Mittelpunkt des dritten Bauabschnitts stehen die Bereiche OP und Sterilisation. Eine Machbarkeitsstudie hatte zunächst untersucht, ob das ältere Bettenhaus hierfür umgebaut werden könnte.

„Ein solcher Umbau hätte nach aktuellem Kostenansatz rund 22 Millionen Euro gekostet, wäre jedoch nicht förderfähig gewesen und hätte vollständig aus Eigenmitteln des Landkreises finanziert werden müssen. Hinzu kommen die begrenzte Nutzungsdauer sowie die kleinteiligen Raumstrukturen des Bestandsgebäudes“, erläutert Klinikvorstand Peter Wack.

Daher wurde die Planung für einen kleineren, weitgehend als Neubau konzipierten dritten Bauabschnitt aufgenommen. Vorgesehen sind rund 2.000 bis 3.000 Quadratmeter Nutzfläche. Im Erdgeschoss sollen vor allem Haupteingang und Cafeteria entstehen, im ersten Obergeschoss die Verwaltung. Im zweiten Obergeschoss sind zwei OP-Säle mit Nebenräumen sowie die zentrale Sterilisation vorgesehen. 

Der Landkreis Hof investiert damit erneut in seine beiden Klinikstandorte. Auch am Klinikum in Münchberg schreiten die Arbeiten am Erweiterungsbau Schritt für Schritt voran, die im nächsten Jahr abgeschlossen sein sollen.

„Das sind die größten Baumaßnahmen, die der Landkreis Hof je geschultert hat. Wir wissen um die Verantwortung, die damit verbunden ist. Gleichzeitig ist eine leistungsfähige klinische Versorgung ein ganz entscheidender Standortfaktor für unsere Region“, sagt Dr. Bär.

Mit dem einstimmigen Beschluss des Kreistags ist der nächste Schritt für den dritten Bauabschnitt in Naila eingeleitet. Der Antrag auf Vorwegfestlegung der Fördermittel des Freistaats Bayern soll bis Dezember gestellt werden.